Zurück in alter Frische

Auszeit

Nach einer langen und sehr erfrischenden Computer/Handy/Facebook-Abstinenz, bin ich wieder zurück. Online. Puh, ganz schön anstrengend. E-Mails beantworten, Verwandte davon überzeugen, dass der finanzielle Zuschuss zum Reisebudget jeden Cent wert war und Anrufe beantworten. Kurz: Ich war beschäftigt in den letzten zwei Wochen. Aber nicht nur die soziale Komponente hat mich gestresst. Auch die Rückkehr in die Plastikwelt hat sich stark auf meinen zukünftigen Grauhaaranteil ausgewirkt. Die vergangene Reise war nämlich nicht nur eine Auszeit von der sozialen Vernetzung, sondern auch von unnötigem Krimskrams, uneingeschränktem Konsum und den teuflischen Ausgeburten des Erdöls. Man will es nicht glauben, aber es gibt offenbar noch einige mehr oder weniger plastikfreie Urlaubsdestinationen auf dieser Erde. Kuba ist eine davon.

Nirvana

Kuba, ein Land in dem Improvisieren offenbar ein Universitätslehrgang ist. Oder es ist einfach tief im Hausverstand der Bevölkerung verankert. Jedenfalls ist Plastik eine Rarität und die Menschen wissen sich zu helfen. Ich war schlicht und einfach beeindruckt. Um ehrlich zu sein war ich sogar ein bisschen demotiviert. Meine kläglichen Versuche hier ein bisschen Plastik zu vermeiden sehen einfach fantasielos aus im Vergleich zu dem, was die Menschen in Kuba schon seit Jahrzehnten praktizieren. Und so werde ich zum Padawan. Die Kubaner sind meine Meister. Ich merke, dass ich noch viel zu lernen habe.

Trautes Heim

Nach 18 Tagen intensivstem Improvisations-Studium, freue ich mich aber doch wieder auf zu Hause. Zwar haben mir Kokosnüsse, Mangos und Avocados in unvorstellbaren Größen und Geschmacksrichtung meine Reise versüßt, aber es hilft ja nix, ich bin ein Kind der Berge. Das Assimilieren in die Hektik des Alltags fiel mir trotz der Heimateuphorie nicht sonderlich leicht und deswegen nehme ich mir immer noch gerne kurz die Zeit um mich ans Fenster zu setzen und die Blätter bei der Färbung zu beobachten. Hinreißend sage ich euch.

Schlüsse ziehen

Das ganze Sinnieren muss aber auch einmal ein Ende haben und Platz machen für ein Fazit über das 140-Tage-Experiment. Deshalb werde ich jetzt mal die Hacken zusammen schlagen und eine Analyse durchführen. Das Ergebnis gibts in den nächsten Tagen, sofern ich nicht erkennen muss, dass ich heimlich zum Sith geworden bin. Aber das wird ein intensives Gespräch mit meinem Mitbewohner sicherlich zeigen. In der Hoffnung, dass ich gute Neuigkeiten überbringen kann, verlasse ich euch heute mit einem simplen: Möge die Macht mit euch sein!

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Veröffentlicht in Mein Leben in der Plastikwelt, Ruhe im Oktober
One comment on “Zurück in alter Frische
  1. Tanja sagt:

    Willkommen zuruck! Bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis deiner Analyse!

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