Feierlaune

Ein Fest soll es geben

Als Fans der Movember-Bewegung, versuchen wir in unserer WG alles Mögliche, um das Bewusstsein für Hoden- und Prostatakrebs zu stärken. Und was könnten wir besser als ein rauschendes Fest zu feiern? Eben. Deshalb veranstalten wir dieses Jahr schon zum zweiten Mal eine „Moustache-Party“ in unseren heimischen Gemächern. Nach dem besonderen Erfolg der 20er-Party im vergangenen Jahr, haben wir uns diesmal für das Thema „Mexiko“ entschieden. Unter dem Titel Mo:texico wollen wir also auch heuer junge Männer darauf aufmerksam machen, dass ein jährlicher Besuch beim Urologen absolut nicht schadhaft ist. Immerhin dürfen wir Frauen ja auch regelmäßig das Vergnügen über uns ergehen lassen. Jedenfalls sollten an dieser Stelle alle männlichen Leser das dringende Bedürfnis verspüren, den Terminkalender zu zücken und zum Telefon zu greifen um endlich einen Termin zu fixieren! Go for it!

Einkäufe

Um meinem Lebensstil treu zu bleiben, habe ich schon in die Einladung zur Feier geschrieben, dass ich mir plastikfreie Mitbringsel wünsche. Also ich bestehe ja nicht auf Mitbringsel. Als gute Gastgeberin habe ich immer genügend Gaumenfreuden bereitgestellt und soviel zu Trinken besorgt, dass wenigstens Wein- und Biertrinker einen genussvollen Abend erleben können. Von der großen Auswahl an Säften ganz zu schweigen. Aber die meisten geben trotzdem unter dem gesellschaftlichen Druck nach und machen am Weg zur Party noch einen Einkehrschwung beim „Billa am Praterstern“. Zum Glück hat der nämlich bis um 22.00 Uhr geöffnet. Nach langem hin und her, ob man nun 3€ in einen Doppelliter weiß in der Plastikflasche investieren soll, oder doch 5€ in eine Flasche Erblindungsrisiko mit Adrenalinkick und Brechreiz, fällt die Entscheidung dann meistens ganz einfallsreich auf eine … Packung Chips. Und so erfreuen wir uns nach jeder Party an vielen halbvollen Chips-Packungen und zertretenen Salzbrezeln am Boden. Muchas gracias! Chips essen die Gäste aber offenbar gerne und deshalb muss ich wohl welche bereitstellen. Und so habe ich mich entschieden, zum Thema passend, Tortillachips selbst zu machen. Wie aufregend! Und angeblich relativ schnell gemacht. Die Zutaten sind alle plastikfrei erhältlich (Maismehl, Mehl, Öl, Milch und jede Menge Gewürze). So werde ich mich heute Nachmittag also an die neue Zukunft meiner Filmabende wagen.

Some like it hot

Als Mitternachtseinlage gibts dann, wie könnte es anders sein, Chili con Carne. Für Verweigerer, Verzichter, Grünliebhaber und mich gibt es natürlich auch eines „sin“ Carne. Das Brot dazu kann ich ja inzwischen schon ganz unproblematisch selbst herstellen. Ein innerliches High-Five dafür! Die Bohnen sind auch keine große Sache, da habe ich schon einen Marktstand gefunden, wo man alle möglichen Hülsenfrüchte im Papiersack aus der Schütte inklusive original „Wiener-grantig-Schmäh“ bekommen kann. Die passierten Tomaten lasse ich mir von meinen Eltern in großen Mengen aus Italien mitnehmen. Die schmecken nämlich besser, kommen in der Glasflasche und kosten noch dazu ein Viertel von denen in den heimischen Supermärkten. Très charmant finde ich das. Außerdem eignen sich die Glasflaschen ganz fantastisch zum Einfüllen verschiedener selbst gemachter Säfte und Suppen. Vier Fliegen mit einem Streich! Die erste kleine Herausforderung stellte sich mir dann beim Mais. Den gibt es ja bekanntlicherweise Ende November nicht mehr frisch, weshalb ich normalerweise immer auf das Dosenprodukt zurückgegriffen habe. Weil ich aber auch glaube, dass Dosen sehr hinterhältig, gemein und böse sind (energieaufwändig, giftig und mit Plastikfolie überzogen), muss ich mich, wie so oft, auf die Suche nach Alternativen begeben. Ich dachte ja immer, dass Mais sicher auch eingelegt im Glas erhältlich ist. Das war aber nur eine Illusion produziert von der kleinen rosaroten Welt in meinem Kopf. In Wahrheit gibt es nämlich im Glas nur Maissalat, wo auch viel anderes Gemüse, Antioxidationsmittel und Süßungsmittel drin sind. Eher nicht, danke. So habe ich mich letztendlich für kleine eingelegt Baby-Maiskolben und eine Packung Tiefkühlmais entschieden. Erfülllt mich irgendwie nur mäßig, aber gut. Jetzt bleibt nur noch das Fleisch. Für die Vegetarianer habe ich Bio-Sojagranulat besorgt. Sehr lecker übrigens. Und wenn jetzt noch jemand einen Tipp für mich hat, wo ich einen Metzger finde, der mir das Fleisch einer Glücklichen Kuh in ein Rexglas füllen würde, dann ist mein Tag gerettet. Ich warte auf Mails. Bis dahin: Enchanté!

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Veröffentlicht in Mein Leben in der Plastikwelt, Movember
2 comments on “Feierlaune
  1. Sabine sagt:

    habe heute bei Hofer Zuckermais im Glas erhältlich gekauft.

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