Advent, Advent, kein Lichtlein brennt

Sie drängeln sich und kaufen Herzen,
Lametta und ’nen Haufen Kerzen.
Ich weiß, ich komme jetzt nicht mit den größten Neuigkeiten, aber für alle Einkaufszentrum-Verweigerer und Radio-Vermeider könnte es doch eine Neuigkeit sein: Es ist Advent! Ja richtig! Endlich! Man wartet ja schließlich mindestens acht Monate darauf, bis dann Anfang Oktober die lustigen Schoko-Weihnachtsmänner und Krampusse im Supermarkt wieder anzutreffen sind. (Den Jänner nehme ich übrigens von den Vorfreudemonaten aus, weil mir da immer noch schlecht vom Dezember ist.) Jedenfalls ist es jetzt soweit, Adventskalender kaufen, Kekse backen, Adventkranz binden. Aaaah, Mist. Wieder vergessen. Wie jedes Jahr bin ich heuer wieder nicht in der Lage gewesen herauszufinden, wann denn eigentlich dieser erste Adventsonntag ist. Dabei war es jetzt wirklich nicht so schwer zu erraten, dass der 1. Dezember als Sonntag vielleicht auch der 1. Advent sein könnte. Zum Glück war ich dieses Jahr zu besagtem Tag sowieso nicht in Wien, weshalb die ganze Tragödie nur halb so tragisch war. Am Montag habe ich dann noch schnell improvisiert und das Ergebnis lässt sich in Anbetracht des Arbeitsaufwandes durchaus sehen. Der heutige Kommentar meines Mitbewohners („Seit wann haben wir eigentlich einen Adventkranz?“) hat mir dann offenbart, dass die Abstinenz von Gottes Licht in unserer Wohnung wohl auch für den Rest der WG kein großes Problem gewesen sein dürfte. Fein, hätte ich ihn mir die letzten fünf Jahre wohl auch sparen können. (Den Kranz natürlich)
Ja richtig, hatte nur drei Kerzen zu Hause

Ja richtig, hatte nur drei Kerzen zu Hause

Zur Weihnachtszeit rät Feng Shui:
An deine Liabst’n schenk’vui!
Weil ich am Versuch eine tolle Hausfrau zu sein schon gescheitert bin, versuche ich mich jetzt noch daran, eine gute Freundin zu sein. Und im Bezug auf Weihnachten schlage ich mich eigentlich recht gut finde ich. Immerhin habe ich es bis jetzt jedes Jahr geschafft einen halbwegs originellen Adventskalender zu besorgen. Sogar rechtzeitig zum 1. Dezember. Und so auch heuer. Ich habe mir wirklich viele Gedanken darüber gemacht wie ich einen hübschen, persönlichen und plastikfreien Kalender gestalten könnte. Zu viel Zeit und Geld wollte ich dann auch nicht investieren, immerhin war doch gerade Prüfungswoche an der Uni…. hm. Wie auch immer, ich habe dann doch ein bisschen mehr Zeit aufbringen können und mich letztendlich für einen Adventskalender aus Glückskeksen entschieden. Mein Freund liebt nämlich Glückskekse, muss man wissen. Ich liebe daran aber dieses zwar sehr schöne und goldene, aber doch recht umweltfeindliche Papierdl, wirklich gar nicht. Glückskekse kauft man aber eben nur in goldenem Einband und so muss wieder mal das Internet als mein virtuelles und sehr vertrauenswürdiges Kochbuch herhalten. Das macht es wie immer gut und ich sitze nur wenige Minuten später am Tisch und schreibe lustige Zettelchen mit noch viel lustigeren Botschaften. Nach Zettel Nummer fünf oder sechs hat mich nämlich die Kreativität verlassen und es findet sich jetzt der eine oder andere Schüttelreim unter den ganzen Liebesbotschaften. Oder vielleicht umgekehrt. Hm. Es ist aber auch wirklich schwierig 24 kreative Nachrichten zu schreiben, das muss man mir glauben! Letztendlich sieht der Kalender jetzt ein bisschen anders aus als geplant, aber dennoch recht hübsch, wie ich empfinde. Und es zählt ja der Gedanke. Oder?
20131129_195610
Die „Stille Nacht“ (sie dröhnt aus Boxen eben)
läßt in der Krippe selbst den Ochsen beben.
Mein Freund mag aber nicht nur Glückskekse, nein, er ist auch sehr ehrgeizig. Und so hat auch er versucht mir die 23 Tage vor dem 24. anzuhübschen. Jah! Ich habe einen Adventskalender bekommen! Plastikfrei und ganz im Bezug auf das, was ich am liebsten mag: Essen. Deswegen stehen heute noch 20, in Zeitungspapier verpackte, Glasbehälter auf meiner Kommode, jeder befüllt mit einer leckeren Gaumenfreude. Ich durfte mir schon Honig, das beste Bier der Welt, Preiselbeer-Kren und griechische Oliven schmecken lassen. Bisher wohl mein leckerste Adventskalender. Ganz erstaunt darüber, wie kreativ so eine plastikfreie Adventszeit sein kann, erwarte ich gespannt, was die restlichen 20 Tage noch so bringen werden. Bis dahin: Enchantée!
20131204_190844
Advertisements
Tagged with: , , , ,
Veröffentlicht in Dezembär

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: