Toiletten Talk

Gestern wars endlich soweit: Man(n) hat mich abseits vom Arzt über meine Gewohnheiten am stillen Örtchen befragt. Ich war mir sicher, dass der Tag irgendwann kommen würde, aber um ehrlich zu sein, fühle ich mich noch ein bisschen jung dafür. Angesprochen wurde das werte Thema von einem lieben Freund, den ich schon wirklich lange nicht mehr gesehen habe. Macht die Themenwahl umso fragwürdiger… Jedenfalls hat sich dann herausgestellt, dass es  – wie könnte es anders sein – um Plastik geht. Und weil ich die Konversation irgendwie amüsant gefunden habe, werde ich selbige hier mit euch teilen.

Hey Doris!

Ist schon eine lange Zeit her, seitdem wir uns gesehen/gehört haben! Ein interessanter Grund warum ich dir schreibe: des Öfteren, wenn ich am „Heisl“ sitze, denke ich an dich… nicht erschrecken, ich frag mich nur, wie du das gemacht hast, bei deinem Plastikexperiment?!?! (Bin bei Recherche nach Plastikvermeidung drauf gestoßen!) Wie hast du Klopapier bekommen, ohne Plastik?? Des regt mich nämlich jedes Mal wieder auf, dass ich des gegenüber im MPreis kauf und nach 1 Minute des scheiß (entschuldige den Kraftausdruck ) Plastik dann wieder weghaun muss – so eine Verschwendung!!

Bis jetz hab ich danach immer vergessen, aber jetz hab ich mir gedacht, ich muss dir einfach mal schreiben und dich fragen!!

LG Mario

Hat mir natürlich sehr geschmeichelt, dass der junge Mann am „Heisl“ über mich nachdenkt. Für jene, die nicht wissen was ein Heisl sein könnte, hab ich hier ein wichtiges Stück österreichischen Kulturguts ausgegraben. Veizeiht.

So hab ich dann gleich eine Recherche gestartet und bin bei den Krautwaschls fündig geworden. Meine Antwort auf die charmanteste Toiletten-Konversation will ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Hello!

Das is ja ganz entzückend, dass du beim G’schäftlmachen an mich denkst Ich denk auch oft an Menschen wenn ich am Heisl sitz, aber zugegebenermaßen bist du da meistens nicht dabei…

Zu deiner Problematik: Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich auch noch nicht auf „plastikfrei“ im Klo umgestiegen bin. Es gibt nämlich eine Variante und ich bin jetzt wirklich richtig froh, dass du mich wieder mal daran erinnerst, ich habs nämlich bis jetzt noch nicht geschafft das zu verfolgen. Offenbar ist die einzige Variante ein plastikfreies Klopapier zu bekommen eine eigenartige: Papierhandtücher. Und zwar gibts die bei Metro in Papier verpackt, 20 x 160 Stück. Doppellagig. Weil die aber zu groß sind und deswegen auch leicht das Klo verstopfen, musst du sie in der Hälfte auseinanderschneiden. Das ist jetzt vielleicht ein bissal mühsam aber vielleicht erleichterts dir ja den Klogang Eine andere und auch viel weichere Möglichkeit ist eine Taschentücherbox. Wie sich das preislich auszahlt oder nicht hab ich noch nicht berechnet. Aber ich freu mich, wenn du das für mich machst! Ansonsten kann man noch Plastik und giftigen Substanzen sparen wenn man s’Heisl mit Essig und Zitronensäure putzt. Gibts in Glas und Papierverpackung und löst alle etwaigen Rückstände im Porzellanexpress bedeutend besser und günstiger als die DM Varianten. Sprühflaschen sind übrigens gut geeignet für Menschen mit Berührungsängsten

Ich hoff das war jetzt nicht zu aufdringlich? Und weil mir das grade so gut gefällt, werd ichs wohl genau so noch im Blog veröffentlichen, ich hoff das ist kein Problem für dich?

Alles Liebe aus Wien, Dodo

Soviel zum stillen Örtchen. Gibts noch andere erwähnenswerte Lösungen für etwaige Probleme? Ich bin nämlich noch nicht sicher ob und wie wir das mit den Papierhandtüchern lösen werden. Ich hab Mami in der Zwischenzeit jedenfalls schon mal den Auftrag gegeben Metro nach den ominösen Recyclinghandtüchern zu durchforsten. Muttis stöbern eben doch am besten! Und nächstes mal gibts wieder mehr Niveau, versprochen.

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Veröffentlicht in Mein Leben danach
11 comments on “Toiletten Talk
  1. Lucy sagt:

    Hallo Dodo!
    http://earthsmartllc.com/products/retail-products/zero-tree
    Ich hab Klopapier gefunfpden dass ohne Plastik verpackt ist. Siehe Link
    Ist nur leider nicht bei uns erhältlich 😉

  2. Hallo!

    Die von Dir beschriebene Variante habe ich bei Sandra Krautwaschl gefunden, die das übrigens noch immer in dieser Art praktiziert.

    Im Internet habe ich auch noch Varianten mit Stoff gefundene, wo man einfach alte Kleidung zerschneidet und die Stofftücher nach dem Gebrauch wäscht. Könnte ich mir vielleicht sogar vorstellen, wenn ich Single wäre aber in Gemeinschaft mit anderen???

    In dem Buch, das ich gerade lese wird beschrieben, dass die Autorin – allerdings nur für das „kleine Geschäft“ – eine Flasche mit Wasser und anschließend ein Tuch zum Abtrocknen verwendet. Für das „große Geschäft“ verwendet sie weiterhin WC-Papier. Das finde ich einen recht guten Kompromiss.

    Raphael Fellmer beschreibt in seinem Buch, dass seine Familie unverschmutzte gebrauchte Papierservietten aus einem Restaurant bekommen um das WC-Papier zu ersetzen. Das könnte ich mir wiederum sehr gut vorstellen, weil es ja eine doppelte Müllreduktion ist.

    Aber da fehlen mir die Kontakte und ich denke dazu braucht man auch jemanden in einem Lokal, der selbt sehr umweltbewusst ist.

    Für mich habe ich entschieden, dass das derzeit (noch) keine Priorität hat, solange ich noch andere „Plastikbaustellen“ habe, die mir wichtiger sind, kaufe ich Recycling-WC-Papier in der 10er Packung und verwende den Plastiksack eine zeitlang zum Müll sammeln.

    lg
    Maria

    PS: Ist wirklich ein seltsames Gefühl dieses Thema so auszubreiten…

  3. Zora sagt:

    Hi,
    ich bin auch auf die recycling-Papierhandtuch-Variante umgestiegen und das klappt sehr gut. Der Karton hält eeeewig, weil der Verbrauch wegen der einzelnen Blätter sparsamer ist, als bei Rollenklopapier. Ich hatte davor wirklich lang nach plastikfreiem Klopapier recherchiert, aber leider vergebens. Ich denk nicht, dass ich zu den Rollen zurückkehren werde.

    LG Zora

    • Doraine sagt:

      Hi Zora!

      Wie machst du denn das mit dem schneiden? Oder schneidest du die Tücher gar nicht?
      Bin da jetzt noch nicht bei der Optimalsituation angelangt…

      Lg, Doris

  4. Zora sagt:

    Sorry, hab deine Nachfrage erst heute entdeckt: Sie sollten auf jeden Fall halbiert werden, damit sie das klo nicht verstopfen.Ich säbel die Tücher mit einem sehr scharfen Küchenmesser in der Mitte durch. Is etwas nervig, klappt aber ganz gut. Es ist gut, es sich mit einem Schleifeisen bequem zu machen, immer mal wieder das Messer zu schärfen und gleich ein paar Packen zu halbieren, damit du fertigen Vorrat hast.
    LG Zora

  5. Mura sagt:

    Mit dem Beitrag hast mich echt zum Nachdenken gebracht. Veränderung für mein stilles Örtchen? Ich denke ja.

  6. sophia sagt:

    liebe dodo,
    wäre toll wieder einmal einen eintrag von dir zu lesen zu bekommen.
    würde mich freuen von dir zu hören 🙂

  7. Rupert Wieser sagt:

    Hi – das Klopapierproblem hab ich mit einer Handdüse gelöst… warmes Wasser im festen aber angenehmen Strahl putzt den Hintern zu meiner vollsten Zufriedenheit… naja trocknen müsst ihr euch entweder mitm Föhn oder mit einem Handtuch. Auf keinen Fall die Billigvariante vom Baumarkt kaufen – unbedingt Markenprodukte wie Grohe usw ansonsten gehts ned gscheit.

  8. Britta Schröder sagt:

    Huhu!

    Eine interessante Diskussion. 🙂
    Mir ging es bis vor kurzem noch ähnlich wie dir. Allerdings habe ich jetzt endlich eine Lösung gefunden, die mich absolut überzeugt. Vielleicht ist es ja auch was für dich?

    http://www.smoothpanda.de

    Lt. Delivery-Info verschicken sie auch in Ausland. 🙂

    LG
    Brilona

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